1. Wie Heizkosten berechnet werden
Zuerst werden die Gesamtheizkosten des Gebäudes ermittelt – also Brennstoffkosten, Betriebsstrom, Wartung und ähnliche Positionen. Diese Gesamtkosten werden anschließend nach einem festen Verteilerschlüssel auf die einzelnen Wohnungen verteilt. Üblich ist der Schlüssel 70:30: 70 Prozent nach gemessenem Verbrauch, 30 Prozent als Grundkosten nach Fläche. Den individuellen Verbrauch erfassen die Messgeräte in den Wohnungen.
2. Die Heizkostenverordnung
Die Heizkostenverordnung (HKVO) regelt die Abrechnung in Deutschland. Sie schreibt vor, dass mindestens 50 und höchstens 70 Prozent der Heizkosten verbrauchsabhängig abgerechnet werden müssen (§ 7 HeizkostenV). Der Rest darf als Grundkosten verteilt werden. Ziel ist es, sparsames Heizverhalten zu belohnen. Außerdem verpflichtet die Verordnung zum Einsatz geeigneter Messgeräte und zur Information der Nutzer über ihren Verbrauch.
3. Die Messgeräte
Drei Gerätetypen kommen zum Einsatz: Heizkostenverteiler erfassen den Wärmeverbrauch direkt am Heizkörper; Wärmemengenzähler messen die tatsächlich abgegebene Energie für Heizung und Warmwasser; Wasserzähler erfassen Warm- und Kaltwasser. Elektronische Geräte sind dabei genauer und manipulationssicherer als alte verdunstungsbasierte Verteiler und liefern regelmäßige Verbrauchsdaten.
4. Ein Rechenbeispiel
Betragen die Gesamtheizkosten eines Hauses 10.000 Euro, entfallen bei einem 70:30-Schlüssel 3.000 Euro auf Grundkosten und 7.000 Euro auf Verbrauchskosten. Verursacht Wohnung A 20 Prozent des Verbrauchs, zahlt sie 600 Euro Grundkosten (20 % von 3.000) plus 1.400 Euro Verbrauchskosten (20 % von 7.000), also insgesamt 2.000 Euro.
5. Häufige Fragen im Alltag
Eine Heizkostenabrechnung muss jährlich erstellt werden; der Abrechnungszeitraum darf zwölf Monate nicht überschreiten. Wer Fehler vermutet, sollte zunächst Vermieter oder Verwaltung kontaktieren; bei Unstimmigkeiten helfen Messdienst, Mieterverein oder ein Fachanwalt (siehe auch § 556 BGB und § 12 HeizkostenV). Senken lassen sich Heizkosten durch richtiges Heizen und Lüften, moderne Thermostate und eine regelmäßig gewartete Heizung.
So unterstützt Tomkon
Als Wärmemessdienst übernehmen wir die komplette Kette: Beratung, Montage und Wartung der Messgeräte sowie die Erstellung der Abrechnung. Sie haben dabei immer einen persönlichen Ansprechpartner. Sie möchten den Anbieter wechseln? Alle Schritte finden Sie auf der Seite Messdienst wechseln. Oder sprechen Sie uns direkt an – wir erstellen Ihnen ein unverbindliches Angebot.
